Artikel-Schlagworte: „Winterferien“

Dass Rodeln gefährlich sein soll, hört man immer wieder in den Medien. Um das Gegenteil zu beweisen bin ich letzten Sonntag mit meiner Familie und Freunden zum Selbsttest aufgebrochen. Das Ergebnis schon vorweg: es war ein unvergesslich schönes Abenteuer für Groß und Klein.

Aber nun zum Anfang:

Es ist Sonntag. Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel, die Temperaturen liegen im leichten Plusbereich, Frau Holle hat uns in den Tagen zuvor ganz viel Schnee geschickt. Die Kinder sind gut drauf und wir Eltern haben uns bei einem gemütlichen Sonntagsbrunch für das anstrengende “Ziehen” der Schlitten gestärkt.

Los geht’s! Am Anfang sind die Kinder alle noch motiviert und laufen schnell voraus. Wir gehen die beschneite Bergstraße entlang, wundern uns über die hohen Schneewände, die  in diesem Winter eine natürliche “Polsterung” der Rodelstrecke sichern.

Nach 10 Minuten ist eine Pause angesagt, wir packen die Trinkflaschen aus, essen einen Müsliriegel und geniessen die schöne Landschaft im Kleinarler Tal. Die Kleinste ist mittlerweile schon auf dem Schlitten eingeschlafen und ihre roten Wangen zeugen davon, dass ihr der Schlaf an der frischen Luft einfach nur gut tut.

Die Großen haben wieder Kraft und stapfen weiter. Und eins, und zwei, und drei, und vier…..”Mama” wann sind wir da?

Gott sei Dank hat Mama noch einige “Joker” in der Tasche eingesteckt und so kämpfen wir uns Meter für Meter hoch in Richtung des Gasthaus Pröll. Immerhin haben wir die Strecke durch den Wald schon geschafft und sehen nun die Skifahrer die Piste runterflitzen – wieder was zum Schauen für die Kinder.

Nach einer Dreiviertelstunde sind wir oben und glücklich. Wir machen eine Pause bei herrlichen Heidelbeer-Palatschinken und dann geht die “Gaudi” erst los.

Jeder Erwachsene nimmt ein Kind mit auf den Schlitten und ab gehts. Die Abfahrt ist wirklich lustig. Wir machen Wettrennen – viel zu schnell sind wir wieder unten. Aber lustig war es. Und weil wir nun alle sehr sehr hungrig sind, gönnen wir uns noch ein leckeres Mittagessen im Restaurant Olympia.

Der heutige Komfort in den österreichischen Skigebieten wurde durch Lernpozesse entwickelt, d. h. die seilbahntechnische Infrastruktur wurde nachhaltig aufgebaut. Investoren, die mit hohem Kapital und kurzem zeitlichen Rahmen eine Skidestination errichten, siehe Frankreich, gab es in unserer Region nicht. In Wagrain-Kleinarl konnten die Orte mit dem Wintertourismus mitwachsen und ihre Ursprünglichkeit und Herzlichkeit bewahren. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, in Kleinarl eine größere Liftanlage zu errichten, wurde dieses Vorhaben im Jahre 1975 durch die eine Finanzierungsgruppe mit Alois Rohrmoser, Benedikt Scheffer und Josef Harml verwirklicht.

1975: erschloss man von Kleinarler Seite aus das Skigebiet mit der Doppelsesselbahn Viehhof/Stuhlköpfl. Ab der Mittelstation führten der Moosalmschlepplift und der Schüttalmlift weiter nach oben.
1976: kam es zu einer Erweiterung in Richtung Flachauwinkl, der Frauenlmlift ging in Betrieb.
1978: erfolgte der Bau des Doppelsessellifts Walchau und des Gindlplattenschlepplifts, damit war die Skischaukel zwischen Kleinarl und Flachauwinkl fertig gestellt. Zusätzlich gab es eine Neuerschließung durch die Errichtung des Hubertusschlepplift.
1985: wurde der Fürstwandlift eröffnet, die derzeit älteste aktive Bahn am Shuttleberg. Eine Verlängerung des Schüttalmlifts kam ebenso in diesem Jahr.
1990: ersetzte der Bubble Shuttle den Moosalmschlepplift, die damals hochmoderne kuppelbare 4 CLD/B (4er Sesselbahn mit Wetterhaube) konnte in drei Monaten Bauzeit errichtet werden. In der Salzburger Sportwelt stellte dieses Seilbahnsystem ein Novum dar, heutzutage kann es als Standard angesehen werden.
1995: Bau des Family-Shuttles als Ersatzanlage für den Gindlplattenschlepplift. Erstmals wurde eine 6 CLD/B (6er Sesselbahn mit Wetterhaube) am Shuttleberg in Betrieb genommen, erst ein Jahr zuvor hatte dieses Seilbahnystem im Nachbarort Premiere.
1999: die Doppelsesselbahn Walchau musste der 6 CLD/B Shunshine Shuttle weichen.
2002: der Shuttleberg wird seinem Namen gerecht. Die 6 CLD/B Champion Shuttle ersetzt die fast 30 jährige Doppelsesselbahn Viehhof/Stuhlköpfl und die 6 CLD Powder Shuttle erleichtert das shutteln am Gipfel.
2006: wird die 6 CLD/B Absolut Shuttle errichtet und als moderne Version des Hubertuslift weitergeführt.

Das tief verschneite Kleinarltal präsentiert sich derzeit in schönster Winterpracht.  Eine unvergleichliche Winterlandschaft und bestens präparierte Pisten laden viele Touristen ein ihren wohlverdienten Urlaub bei uns zu verbringen. Es ist Hochsaison und es herrscht ein reges Treiben in unserem schönen Tal.  Die meisten Bewohner sind damit beschäftigt unseren Gästen ein erholsames und bleibendes Urlaubserlebnis zu bescheren. Somit bleibt wenig Zeit für das Ausleben der eigenen Bedürfnisse und die Pflege unserer Identität und Kultur. 

Der Heimatverein Kleinarl hat es sich zur Aufgabe gemacht, gerade auch in dieser betriebsamen Zeit, unserer Volkskultur in Form von volkstanzen, schuhplatteln und musizieren Leben zu verleihen. Vielerorts wird seitens der Heimatvereine die Volkskultur während der Saison verkitscht und verfälscht, weil man glaubt, dass die Gäste so etwas erwarten. Nicht so in Kleinarl! Der Heimatverein Kleinarl geht schon lange einen anderen Weg.

Man hat sich gedacht, dass für unsere Gäste die Präsentation von unserem wahren Brauchtum eigentlich mindestens so interssant sein sollte als irgendwelcher idiotischer Firlefanz, der mit unserem Brauchtum nichts zu tun hat, dafür aber unsere Bevölkerung als geistig minder bemittelte Kuhhirten darstellt. Bei den Heimatabenden in Kleinarl wird vom Heimatvein musiziert, getanzt, gesungen und unsere heimische Tracht präsentiert und zwar genau in der Form wie wir es auch machen, wenn keine Gäste dabei sind. So wird das in Kleinarl schon lange praktiziert und der Erfolg gibt dieser Linie recht. Unsere Gäste nehmen diese Art des Heimatabends dankbar und zahlreich an. Und so ist Kleinarl ein gutes Beispiel dafür, dass sich echtes Brauchtum und Tourismus durchaus vertragen und jeder Gast der Brauchtum im Winter und im Winterurlaub sucht ist deshalb bei uns in Kleinarl sehr gut aufgehoben.

Skitouren, Winterurlaub im Salzburger Land

Der eingefleischte Skitourengeher träumt in den Frührjahrsmonaten bereits von den Hochtouren auf Sonnblick, Hocharn, Hochalmspitze und Großglockner. Vor allem in schneearmen Wintern wie heuer.  Wer aber glaubt man kann zur Zeit im Mittelgebirge keine schönen Touren mehr gehen, irrt gewaltig. Auf der Schattseite des Kleinarltales ist eine Skitour zur Kleinarler Hütte und weiter auf den Penkkopf oder Törlstein nicht nur möglich sondern nach wie vor sehr lohnend. Diesen Beitrag weiterlesen »

Harrys liabste Hütt'n

Von Montag, den 21. Februar 2011 bis Mittwoch, den 23. Februar 2011 verschlug es den reizenden TV-Liebling Harry Prünster mit seiner überaus engagierten und sympathischen Regisseurin Lisa Braune und dem einsatzfreudigen Film-Team von DegnFilm aus Salzburg nach Kleinarl und Zauchensee, um die Dreharbeiten für die 170. Sendung von Harrys liabste Hütt’n hier in der Salzburger Sportwelt mittendrin in Ski amadé aufzuzeichnen.

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Denkt man an Kleinarl im Winter, dann denkt man ans Skifahren und das ist ja auch gut so. Super Pisten, modernste Liftanlagen, Skihütten vom allerfeinsten, motivierte Skilehrer/innen, gepflegte Unterkünfte und freundliche Gastgeber (da komme ich richtig ins schwärmen, sorry ;-)

Daneben gibt es aber noch unzählige weitere Möglichkeiten einen Familienurlaubs-Wintertag in Kleinarl zu genießen – lasst euch von mir einen Tag lang mitnehmen:

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Obwohl ich dies alles schon hundertfach genießen konnte, nie könnte ich mich daran satt sehen und jedesmal genieße ich meine Schitouren im Winter und meine Berg- oder Mountainbiketouren im Sommer. Wie überhaupt – der Winter an sich eine traumhafte Jahreszeit sein kann, wenn man es versteht einzutauchen und sich einfach “treiben” zu lassen.

Krafftplatz – winterlicher Hochwald

Die Ennskrax thront über dem tiefwinterlichen Kleinarltal

Über die Hubalm in den „Himmel“ über Kleinarl

Kleinarler – Schnee. Hier vom Thörlstein runter zur Kleinarler Hütte

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So schön wird der Winter in Kleinarl, der uns schon jetzt einen “Blick in die Zukunft” gewährt.

Wintereindrücke1

Wintereindrücke2

Die ersten Schneeflocken machen sich bereit und fallen sanft ins Winterparadies Kleinarl.
Einfach wunderschön und traumhaft, aber seht selbst:

Wintereinbruch in Kleinarl

Wintereinbruch in Kleinarl_1

Ende gut – alles gut. So könnte man den Start in die heurige Wintersaison in wenigen Worten zusammenfassen. Nach den ersten Schneefällen Mitte Oktober waren wir alle hoffnungsvoll, einen ausgezeichneten Saisonstart hinzulegen.

Aber weit gefehlt: Im November wurde es nochmal so richtig warm, sodass an Beschneiung nicht zu denken war. Die Kleinarler Bergbahnen hatten ihre liebe Mühe und haben wohl auch ein paar Stoßgebete in Richtung Frau Holle gesendet. Schließlich war für den 5. Dezember der Saisonstart am Shuttleberg vorgesehen. Erst wenige Tage davor hat sich das Wetter dann gnädig gezeigt, die Temperaturen sind gesunken und die Beschneiung und Pistenpräparierung konnte starten. Alle haben sich mächtig ins Zeug gelegt, und tatsächlich konnten die Kleinarler Bergbahnen pünktlich in Betrieb gehen. Zuerst waren nur die oberen Pisten in Betrieb, bis schließlich eine Piste nach der anderen und – pünktlich zum Eintreffen der Weihnachtsgäste am vergangenen Wochenende – auch die Talabfahrt geöffnet werden konnte. Eine reife Leistung des Shuttleberg-Teams!

Talstation Champion Shuttle Kleinarl

Talstation Champion Shuttle Kleinarl

Gleichzeitig haben auch unsere Loipenverantwortlichen im Tourismusverband versucht, eine Loipe zustande zu bringen. Ein nicht einfaches Unterfangen bei gerade mal 20 Zentimeter Schnee, zumal für die Loipen ja nicht die Möglichkeit zur Beschneiung besteht, wir für die Pisten. Also wieder Zittern und Beten, und das Beste versuchen. Jede Flocke, die letzte Woche vom Himmel fiel, haben wir aufs herzlichste Willkommen geheißen, und sobald ein paar Zentimeter mehr beisammen waren, war das Loipengerät schon unterwegs. Seit Samstag, 19. Dezember ist nun auch das Langlaufen in Kleinarl möglich – zwar noch nicht auf den gesamten 20 Kilometern unseres Loipennetzes, aber zumindest auf 5 Kilometern, die Westloipe vom Brandstattdörfl bis zum Jägersee. Und damit sind wir immerhin der erste Ort in der Salzburger Sportwelt, wo derzeit schon Langlauf möglich ist…

Westloipe Kleinarl

Westloipe Kleinarl