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Seit meinem siebten Lebensjahr ist mir meine „Zugin“ ein treuer Begleiter und hat mir und auch so manchem Freund und Kollegen viel Freude und gesellige Stunden bereitet. Ich möchte Euch mein Istrument mal etwas genauer vorstellen.
Nicht alle Menschen haben das große Glück, ihren Traumjob jemals zu finden und dann auch ausüben zu dürfen. Ich kann aus tiefstem Herzen behaupten: “Ich haben meinen Traumberuf gefunden – ich bin Bauer”! Ich bin es mit großer Leidenschaft und aus voller Überzeugung. Noch dazu hatte ich das Glück von meinen Eltern die nötige “Hardware”, einen wunderschönen Bauernhof in Kleinarl, übernehmen zu dürfen.
Seit Kindesbeinen an arbeite ich auf unserem Hof mit, wurde in alle Bereiche dieses vielfältigen Berufes von den Eltern eingewiesen, konnte eine dazu passende gute schulische Ausbildung machen und darf nun schon seit fast sieben Jahren den Schwabhof nach eigenen Ideen und Wünschen gestalten und fortführen. Seit kurzem mit einer wundervollen Frau an meiner Seite, die noch dazu die Liebe zur Landwirtschaft mit mir teilt.
Oft werden wir von unseren lieben Gästen gefragt, ob denn neben der vielen Arbeit mit unseren Tieren, auf den Wiesen und im Wald auch noch Freizeit und Zeit für Urlaub bleibt? Schließlich möchten Milchkühe 365 Tage im Jahr zweimal am Tag gemolken und gefüttert werden – Urlaub also unmöglich?? Wir haben das große Glück, dass unsere Eltern noch am Hof mithelfen und uns auch einmal für einige Tage vertreten können.
Auch sind die meisten Bauern im Tal Mitglied im Maschinen- und Betriebshilfering. Hier kann man auf einfache Weise einen Betriebshelfter anfordern, der die wichtigsten Arbeiten am Hof für einige Tage übernehmen kann. Ausserhalb von Urlaubszeiten hat man als Landwirt den großen Vorteil, sich seine Arbeit und Freizeit selbst einteilen zu können. Wenn also wie
jetzt herrliche Herbsttage zum Wandern und Biken locken, kann man sich zwischen den Stallzeiten auch einfach mal ein paar Stunden frei nehmen und gleich von der Haustüre weg zu einem “Urlaubstag” im Kleinarltal aufbrechen.
Oft reicht es aber auch aus, während der Arbeit einige Momente innezuhalten, aufzuschauen zu unserem Hausberg “Ennskrax”, die momentag prächtig gefärbten Lärchen im Talschluß zu bestaunen, einen Zug frischer und nebelfreier Bergluft einzuatmen, einen Schluck klaren Wassers aus einer der vielen Quellen zu trinken und sich glücklich zu schätzen, dieses wunderbare Fleckchen Erde seine Heimat nennen zu dürfen. Das ist für mich wie Urlaub. Dann geht es wieder mit frischer Kraft ans Werk und auch schwere Arbeiten gehen wieder leicht von der Hand! Das also ist das Geheimnis, warum mir mein Beruf so viel Freude macht – ich genieße 365 Tage im Jahr Urlaub am Bauernhof !!
Die Welt in der wir leben, entwickelt sich unglaublich schnell. Neue Erfindungen, Entwicklungen und Eindrücke prasseln auf uns ein und versuchen uns auch immer wieder mitzureißen. Sätze wie: “Hast du noch nicht … probiert?”, “Das musst du schnellstens erleben …” oder “Was, du kennst noch gar nicht das neue ….” erzeugen in uns oft das Gefühl, immer mehr und immer neue Dinge in immer kürzerer Zeit mitmachen und erleben zu müssen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ihr wollt bestimmt wissen wie das Wetter für den Familienurlaub im Sommer 2011 in Kleinarl wird, oder? Ihr wollt sicher wissen, ob ihr bei ungetrübtem Sonnenschein euren Familienurlaub bei uns im Salzburger Land verbringen könnt. Ob ihr von den Kleinarler Gipfeln in die Ferne schauen könnt, bis zum Großglockner im Westen, zum Hochkönig und Hochthron im Norden, zum Dachstein im Osten und zur Hochalmspitze im Süden…
Ob sich sonnige Stunden beim Biken und Wandern an der Kleinarler Ache und am Jägersee in Kleinarl ausgehen und laue Abende am Lagerfeuer oder am Grill mit der Familie… Ich kann es euch leider nicht sagen, aber vielleicht können uns die Bauernregeln etwas dazu erzählen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Zugegeben – bei dem herrlichen Wetter das momentan herrscht, denkt man nicht mehr unbedingt an Winterurlaub im Salzburger Land. Die Luft ist am Nachmittag schon angenehm warm und die Sonne weckt die Natur überall zu neuem Leben. Die Wiesen im Tal haben schon eine saftig grüne Farbe und da wo noch vor 2 Wochen die Skifahrer ins Tal gecarvt sind, sprießen jetzt Krokusse und Schlüsselblumen. In der Karwoche sind dennoch einige Stammgäste in Kleinarl anzutreffen und machen einen Sommer-Winter-Kombinationsurlaub
Am Vormittag werden sie in den nahegelegen (noch) höher liegenden Skigebieten oder am Gletscher die letzten Skischwünge der Wintersaison machen, am Nachmittag locken Spazier- und Wanderwege in Kleinarl oder eine sonnige Terrasse zum Kraft tanken und erholen. Einfach herrlich!
Eine besondere Rolle spielen in der Karwoche in Kleinarl die vielen verschiedenen Osterbräuche, die sich am Palmsonntag beginnend, auf die ganze Karwoche bis hin zum Ostermontag erstrecken. Von zwei Bräuchen, von den Palmkätzchen und von den Antlasseiern, die man bei uns als Gast hautnah miterleben kann, möchte ich Euch genauer erzählen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Denkt man an Kleinarl im Winter, dann denkt man ans Skifahren und das ist ja auch gut so. Super Pisten, modernste Liftanlagen, Skihütten vom allerfeinsten, motivierte Skilehrer/innen, gepflegte Unterkünfte und freundliche Gastgeber (da komme ich richtig ins schwärmen, sorry
Daneben gibt es aber noch unzählige weitere Möglichkeiten einen Familienurlaubs-Wintertag in Kleinarl zu genießen – lasst euch von mir einen Tag lang mitnehmen:

Sägespäne und auch Schwäne
Der November ist für mich als Bauer die Zeit der Holzarbeit. Die Natur begibt sich schön langsam zur Ruhe, die Bäume führen nicht mehr so viel Saft in ihrer Rinde und so kann die Waldarbeit sehr schonend für Boden und Bäume erfolgen . Der Wald ist für uns Landwirte nicht nur wirtschaftlich bedeutsam, vor allem seine Funktion als Schutz vor Erosionen und Lawinen ist enorm wichtig. Diese Schutzfunktion kann er jedoch nur bei entsprechender Pflege ausüben. Dazu zählt auch, dass junge Baumbestände gelichtet werden, überalterte und kranke Bäume herausgenommen und genutzt werden.
Vergangenen Samstag haben einige junge und ausserordentlich ambitionierte Bergrettungskameraden inkl. mir versucht, die beiden Begriffe “Bergrettung” und “Beherbergung” unter einen “Faschingshut” zu bekommen! Was dabei herausgekommen ist – die “Berg-bett-ung Kleinarl”. Nach einer bis in die Nacht dauernden Besprechung wurde diese doch etwas kurios anmutende Idee geboren und während einiger gemeinsamer Schitouren in den Kleinarler Bergen verfeinert. Am Freitag, den 12.2. wurden schließlich Kreissäge und Hobelmaschine gestartet, alte Matratzen, Leintücher und Vorhänge zusammengetragen, die Buntstifte gezückt und die Dachböden nach Brauchbarem durchkämmt. Da zwei Kameraden gelernte Zimmermänner sind (wenn auch momentan im Schiverleih tätig), waren auch gleich ansprechende Fortschritte gemacht. Nach dem letzten Schliff am Samstag-Nachmittag ging es am Abend schließlich auf zum Faschingsball.

- Die Bergrettung startbereit
Damit in der Hitze des Balls keine Fehler passierten, wurde auch geich noch einmal eine “Bettung-Bergung” geübt!

- erste “Liegeprobe” vor dem Auftritt!!
Schließlich schmissen wir uns wagemutig wie Bergretter nun einmal so sind ins Gedränge der vielen Masken und Verkleidungen. Jetzt stellte sich auch gleich der praktische Wert unserer Verkleidung heraus. Vor allem hat man als “Bett” beim Tanzen immer sehr viel Platz um sich

- bekannt aus Schneewittchen: “Zwerg mit Bett”
Unsere Verkleidung hat auf jeden Fall auch der Jury super gefallen und wir wurden unter mehr als 30 verschiedenen maskierten Gruppen mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Wir sagen: “berg, äh bett heil und bis zum nächsten Fasching”
Rupert





